Thailand

                      26.11.2007 bis 13.12.2007                  

Nachdem uns im August 2007 der geplante Urlaub in Sirmione geplatzt ist, haben Franz und ich beschlossen uns einen langersehnten Wunsch zu erfüllen: ein Urlaub in Thailand.

Nach zweimonatiger Planung und intensiven Recherchen, Fotosessions bei Freunden und stundenlangen Heurigensitzungen zum Thema „Wo ward ihr in Bangkok und wie war es dort?“ haben wir unsere „Bausteinreise“ gebucht: Vier Tage Bangkok, vier Tage Rundreise und 8 Tage relaxen in Phuket.

Am 26.11.2007 war es dann soweit. Der Flieger startete pünktlich um 13.30 Uhr und nach fast 10 stündigem Flug (ich hätte nicht gedacht, dass ich das überleb ohne Amok zu rennen) sind wir in Bangkok gelandet. Das war dann irgendwie ein bissi blöd, denn nach unserer Zeit war es da gerade mal 23 Uhr . Wir haben im Flieger also nicht wirklich geschlafen. Nach Bangkoker Zeit war es aber gerade 5 Uhr morgens.......schlafen??? NEIN, wir machen durch.

Am Flughafen wurden wir wie vereinbart vom Reiseveranstalter abgeholt und in einem kurzen Transfer zu unserem Hotel „Menam Riverside“gebracht.

 Hier die Aussenansicht vom Chao Praya aus gesehen

 

        

und diese "Oase" bietet das Hotel dann im Inneren:

 

Dieses Hotel kann ich jedem, der einen Städteaufenthalt in Bangkok plant nur ans Herz legen. Mitten am Chao-Praya (Fluss in Bangkok) gelegen, ist man mit dem hauseigenen Shuttle-Boot rasch bei der öffentlichen Schiffshaltestelle bzw. bei der Skytrain. Somit ist man schnell bei allen Sehenswürdigkeiten. Das Hotel selbst beherbergt viele asiatische Gäste und ist dadurch sehr ruhig (asiatische Gäste haben irgendwie nicht so eine aufdringliche Note wie der typische Europäer *fg*). Frühstücksbuffet ist ausgezeichnet, wie auch der gesamte Service im Hotel, die Cocktails schmecken uuuuuurgut und das Personal ist sowieso das Non-Plus-Ultra. Du gehst zur Türe: ups da steht schon einer, der nicht nur grüßt, sondern dir auch die Tür aufmacht. Aufzug: ehe du dich versiehst hat ein Angestellter für dich den Knopf gedrückt. Und das ganze funktioniert so, dass man sich wohl fühlt und sich nicht so vorkommt, wie wenn die vor Gästen des Geldes wegen schleimen.  Eine wirklich angenehme und extrem entspannende Atmosphäre.

Gleich bei Ankunft (um kurz nach 6 Uhr morgens *gäääääähn*) konnten wir unser Zimmer im 12. Stock mit toller Aussicht beziehen,  

bei Tag

                                              

und bei Nacht

Wir durften auch gleich die erste Mahlzeit – ein tolles Frühstück mit allem was das Herz begehrt – zu uns nehmen, uns frischmachen und um 9 Uhr waren wir schon unterwegs zu unserer ersten Besichtigungstour und tappten gleich mal in die erste Touristenfalle. Das kam so: Ich habe für den ersten Tag eine Klong-Fahrt geplant (das ist eine Fahrt auf einem für Thailand typischen Longtail-Boot), da mir dies mit Jetleg noch am wenigstens stressig erschien. Anlegestellen gab es genug (laut Reiseführer) und eine davon sollte eigentlich auch dort sein, wo der Shuttletransfer des Hotels stehen bleibt. Also los spaziert. Leider haben wir nicht gleich durchblickt, dass man zum Shuttle-Boot durch den Hintereingang des Hotels kommt und sind also beim Haupteingang raus. Da hat uns dann sofort ein Typ in Anzug und Krawatte abgefangen. Da der wie ein Angestellter des Hotels aussah und wir zudem doch einigermaßen müde waren (zu dem Zeitpunkt hatten wir gerade 27 Stunden Munterkeit hinter uns) haben wir dem leider auch blind vertraut. Er hat uns eine Taxifahrt zu einer Klongboot- Haltestelle um 100 Baht ( = 2 Euro) angeboten. Das war aber auch schon das einzig seriöse. Die Fahrt im Klongboot, auf das uns der Typ dann setzte dauerte dann nicht 2 –3 Stunden wie im Reiseführer beschrieben, sondern bloß 40 Minuten. Kostete dafür aber auch schlappe 2500 Baht anstelle der im Reiseführer angegeben 600 Baht. Okay, Lehrgeld bezahlt.....das wars.

Die Fahrt war dann doch ganz nett für den Anfang und „rausgeworfen“ aus dem Boot wurden wir  an einer für Touristen strategisch günstigen Stelle, nämlich an der Schiffsanlagestelle des „Grand Palace“.

Und hier ging dann der Urlaub eigentlich so richtig los:

 

Eine farbenfrohe Welt hat sich uns geöffnet, in der Armut zwar ersichtlich ist, aber auf Grund der ausgestrahlten Lebensfreude nicht wirklich unangenehm erscheint. Man taucht einfach von der Anlegestelle in eine andere Welt ein. Entlang der Gehsteige sitzen auf Decken unzählige Straßenhändler und verkaufen ihre T-Shirts, Uhren, Taschen etc, Ihnen gegenüber hat man ebenso viele „Garküchen“ Das sind kleinere und größere fahrbare Stände (vergleichbar mit den vor vielen Jahren üblichen Eiswäggelchen) auf denen gekocht wird und je nach Größe der Garküche kann man das Essen dann nebenbei auf einem wackeligen Tisch verzehren oder bekommt es in einem Plastiksackerl ( = Plastiktüte) zum mitnehmen. Essen auf Rädern bekommt da irgendwie eine andere Bedeutung *fg*.

 

Ebenso bekommt man hier Obst frisch in mundgerechte Stücke geschnitten in Plastiksackerl. Das Stück ( was schon so ca. 30 dag sein wird) um 10 Baht ( also geile 20 Cent). Aber auch Cola in Plastiksackerl mit Crush-Ice haben wir gesehen (in echt, ich schwörs). Einfach unvorstellbar in unseren Breiten.

Auch die üblichen "Geschäfte" sieht man nicht immer. Hier z.B. ein "Fischhändler", das auf dem Bild sind alles getrocknete Fische (einen guten Duft hat es da *fg*)

   

und hier gleich ein ganzes "Shopping-Center": Restaurant, neben Schneiderei, neben Hundeschuranstalt.

Na ja es war also schlapper Vormittag als wir uns da in dieser lebendigen Menschenmenge treiben ließen und eigentlich waren wir gar nicht mehr müde und so beschlossen wir, und die erste Tempelanlage „reinzuziehen“: „Grande Palace“

  

Aber oh Schreck, wie kommt man hier über die Straße??

 

Ein Verkehr in Bangkok: unbeschreiblich. Die Stadt hat 12 Millionen Einwohner und dementsprechend auch unheimlich viele Autos, die da täglich unterwegs sind. Die Bilder sind NICHT aus der Rushhour, sondern einfach tagsüber mal (in der Rushhour steht hier alles) und man sollte meinen, dass ein Überqueren der Straße unmöglich ist. An Ampeln und Zebrastreifen hält sich dort auch keiner, aber wenn man – forsch und entschlossen – einen Schritt auf die Fahrbahn macht, dann steht der Verkehr und man kann unbehelligt die breiteste Straße überqueren. Das funktioniert wirklich. Die ersten beiden Tage sind wir zwar immer nur hinter Einheimischen hergerast, nach dem Motto „jö schau, da rennt einer über die Straße, da rennen wir mit“, aber am dritten Tag sind die anderen dann schon hinter uns her gelaufen *fg*

Überhaupt haben die Thais zu Verkehr und Verkehrsmittel eine andere Einstellung:

Also zu Fuß bewegen.....dazu ist die Stadt eindeutig zu groß (das musste auch ich schmerzlich einsehen). Es gibt natürlich die auf der ganzen Welt üblichen Taxis (sind eindeutig zu bevorzugen), dann die Tuc-Tucs, in Bangkoks Luft nicht so wirklich zu empfehlen

  

und auch noch Sammeltaxis, die aber ebenso wie die Mopeds eher von den Einheimischen benutzt werden (eh klar, bei DEM Verkehr und dann noch auf der falschen Seite mit einem Moped fahren - nein danke). Mopeds....das sind dort echte Familienkutschen, wie man hier sehen kann. Erstaunlich nur: die Eltern tragen Helme und die Kinder......

 

Nachmittags um drei waren wir aber dann doch so geschafft, dass wir uns von einem Taxi um lächerliche 100 Baht ins Hotel bringen lassen. (Da hätte ich es einfach nicht ums Herz gebracht zu handeln, auch wenn es vielleicht billiger gegangen wäre). Dort haben wir uns dann einen Kaffee ans Pool servieren lassen (klingt cool, gell?) und haben den Rest des Nachmittags im Zimmer verschlafen bzw. dann im Hotel verbracht.

Tags darauf waren wir dann frisch und munter und sind nach einem ausgiebigen Frühstück – ausgerüstet mit unserem Reiseführer – zu einem Spaziergang durch Chinatown aufgebrochen. Zuerst sind wir durch ein Viertel getrabt, wo nur Einheimische waren, jeder zweite „Eingang“ (sieht aus wie ein Garagentor) war eine Werkstätte für Schiffsmotoren oder Autos und wären wir nun in Tunesien oder Ägypten oder so gewesen, dann hätte ich auf der Stelle kehrt gemacht vor Angst, dass man uns überfällt. Aber nicht so in Thailand. Stundenlang sind wir durch Chinatown gewandert ohne uns auch nur ein einziges Mal unsicher, bedroht oder sonst wie komisch zu fühlen. Verschmierte Autowerkstätten wurden von kunterbunten Läden mit jeder Menge Krimskrams und kleinen Essensständen abgelöst. In den engsten Gässchen wurden vor den kleinen Läden auch noch Reglae für die Waren aufgestellt. Auf dem verbleibenden ein bis eineinhalb Metern Straße tummelten sich dann zwischen den Menschen auch noch Händler mit kleinen Handkarren und Mopeds.....eine irre Stimmung.

Unterwegs wurden wir von einem Einheimischen angequatscht, der einfach nur plaudern wollte und uns erzählte, dass er Lehrer an der gerade gegenüber liegenden Schule sei usw.... ein nettes entspannendes Viertelstündchen.

Eindrücke von Chinatown: hier unter den Dächern will zwischen Ständen und Menschne noch ein Mopde durch *flücht*

frische Ananas und Melone vom Straßenstand

 

 

Nach einem entspannenden Kaffee (Coffeshops gibt’s dort genau wie bei uns, mit herrlichem Kaffee. Nur die Wartezeit auf Kaffee....also unter 10 Minuten is da nix), also nach einem Kaffee sind wir dann noch in den nächsten Tempel getrabt (einer pro Tag....das reicht): „Wat Arun“.Dieser hat zwei sehr steile Treppen. Die erste habe ich grade noch geschafft, über die zweite wäre ich im Leben nicht hinauf, geschweige denn hinunter gekommen. Ich glaube, die Bilder sprechen dazu Bände.

  

 

 

Den Abend haben wir bei einer „Diner-Cruise“ auf der "Loy Nava" verbracht. (Buchbar über Internet  ohne vorher bezahlen zu müssen. Essen Hervorragend und die Abholung vom Hotel hat auch tadellos geklappt. Alles in allem wirklich zu empfehlen)

Wir hatten die "Sunset-Cruise" gebucht (die Sonne geht in Thailand ganzjährig ca um 18 Uhr unter und um 6 Uhr morgens auf) und so waren wir um 20 Uhr wieder zurück. Da der Jetleg ja nun läääääääängst vergessen war haben wir beschlossen das Amüsierviertel „Patpong“aufzusuchen: Leben und Treiben in der Nacht: Straßenstände die innerhalb weniger Minuten aufgebaut sind und ihr Geschäft erst um halb 10 Uhr abends beginnen, unzählige Bars mit mehr oder weniger einschlägigen Angeboten, die den Männern genauso wie den Frauen angepriesen werden, und suuuuper gute und natürlich preisgünstige Cocktails. Man muss es nur verdauen, dass man hier alte, schwammige weißhäutige Europäer an der Seite von jungen hübschen Thaifrauen sieht. Ich hab schwer daran genagt.

Dritter Tag ...dritter Tempel *fg*: Wat Po:

Dieser Tempel ist nicht nur bekannt für seinen 46 m langen liegenden Buddha (liegend bedeutet, dass er nun dabei ist ins Nirwana überzugleiten) und den Smaragdbuddha (der für jede Jahreszeit - also Regenzeit, Trockenzeit und Sommer- ein eigenes Kleidchen hat), sondern hat diese Tempelanlage auch eine Massageschule und somit kann man sich innerhalb der Tempelanlage auch massieren lassen. (Wirklich angenehm und die preisgünstigste Massage, die wir in unserem gesamten Aufenthalt bekommen haben). Achja, was ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen will: In dieser Tempelanlage  wird man sofort von englischsprachigen „Guides“ belagert, die einem durch die Tempelanlage führen wollen. Kostet 200 Baht für zwei Personen und ist jedem Touristen ans Herz zu legen, denn nur so erfährt man einiges sehr interessantes über die Tempelanlage und 4 Euro  sind für eine halbstündige Privatführung ganz sicher nicht überbezahlt. So haben wir zum Beispiel erfahren, dass das eine Grabanlage ist:

 

Buddhisten lassen sich nach ihrem Tod verbrennen und die Urne kommt dann in diesen „Chedi“. Interessant auch, dass diese Gebilde mit lauter kleinen Luftlöchern versetzt sind. Dies deshalb, da früher die Keramikfliesen gesprungen sind (vermutlich durch Luftdruck von Innen), was durch das Bohren von klitzekleinen Löchern vermieden wurde.

Nach der interessanten Führung und einer entspannenden Fußmassage haben wir uns - eh klar, auch das gehört zu einem Thailandbesuch – dem Shopping gewidmet. Kaufhäuser gibt’s da ja ohne Ende und in jeder Preisklasse. Wir sind im "MBK"gelandet, haben auch ein paar Souvenirs erstanden und haben dort ein Abendessen bei „Jingle Bells“ und „White Christmas“ genossen. Ja ich habe auch geglaubt mir fallen die Ohren ab, aber abgesehen von unheimlich kitschigen Christbäumen spielen die doch tatsächlich Weihnachtslieder (und das sicher nicht nur für Touristen). Wie wir später erfahren haben feiern die Thais alles was man feiern kann, so eben auch Weihnachten. Kaum einer hat eine Ahnung was Weihnachten bedeutet, aber da kann man feiern, also lasst uns mitmachen.

Passt zu Ihnen, denn Weihnachten ist geprägt von Kitsch und in Kitsch sind die Thais Nummer Eins:

      

Ja speziell rosa und gelb lieben die Thais. Aber das hat auch seinen Hintergrund: Gelb ist die Königsfarbe, also klar, dass die beliebt ist. Da der Thailändische König am 5. Dezember seinen 80. Geburtstag feierte und im Jahr davor sein 60 jähriges Regierungsjubiläum gefeiert hat, war natürlich gelb die absolute Topfarbe. Dazu kam, dass der König im Sommer ziemlich krank war. Für die Thais ist rosa die Farbe der Gesundheit. Ergo: Halb Thailand war in rosa oder gelbe T-Shirts gehüllt. Am Auffallendsten war das auf den Feierlichkeiten am Abend des 4. Dezember. Da bist du aufgefallen, wenn du nichts rosa- oder gelbfarbenes anhattest.

Aber weiter im Programm:

Den vierten Tag haben wir mit der Besichtung des „Lumpini-Parks“ begonnen. Ich habe ein Faible für Garten und Parkanlagen. In jeder Stadt seh ich mir mindestens eine Parkanlage an.  Na ja...dieser war nicht so gepflegt, hatte dafür aber einen ziemlich großen Teich auf dem wir Tretboot fahren wollten, bis...                   

bis....ja, bis wir das da sahen ...*kreisch*

  

Diese Dinger (keine Ahnung wie die wirklich heißen) sind ca. anderthalb Meter lang und schwimmen dort herum wie bei uns die kleinen Entlein. No, da muss ich dann nicht mit einem Tretboot mitmischen. Ein Besuch im „Sea-Aquarium“ und ein schöner Abend noch mal auf der Patpong hat diese vier Tage abgeschlossen und am nächsten Morgen sind wir zu unserer viertägigen Privatrundreise aufgebrochen.

 

Der erste Tag begann um 7.30 Uhr morgens wo wir von einem netten Fahrer und einem ebenso freundlichem Führer empfangen wurden und nach einem kurzen Stopp bei einer Kokos-Zucker-Erzeugung. Hier seht ihr eine Kokosnussblüte. die wird "gemolken" und die daraus gewonnen Flüssigkeit stundnelang gekocht. Das was am Ende überbleibt erstarrt beim abkühlen und übrigbleibt dann ein hellbrauner Zucker, der ein wenig nach Karamell schmeckt

 

 eine kleine Orchideenfarm hatten die auch, aber leider, leider darf man diese wunderbaren Blumen  in Österreich nicht einführen *megaaaaaaseufz*

   

Nächste Station war "Floating-Market" - also der schwimmende Markt von Thailand:

          

Hier verkaufen Thais ihre Waren und Speisen auf Longtailbooten, wobei die Speisen oft direkt am Boot zubereitet, gekocht und verpackt werden. Wir haben zugesehen wie in Kokos gebratene Bananen zubereitet werden und haben die dann auch gekostet (eine Sünde wert für umgerechnet lächerliche 40 Cent für 6 Stück) zum Glück gibts die hier nicht, sonst könnte man mich bald rollen *gg*

Anschliessend  fuhren wir  mit dem Auto in die Provinz "Kanchanaburi" und besuchten dort die "Brücke am Kwai". Man kann dort über die Brücke von einem Ufer zum anderen gehen. Die Sache hat nur  einen, oder eigentlich zwei Haken: Man geht da faktisch auf oder knapp neben den Gleisen und sieht die ganze Zeit weit unter sich das Wasser des River Kwais. Für Menschen wie mich, mit Höhenangst, schon ein Erlebnis der unerwünschten Art. Als dann auch noch der zweite Haken zuschlug, wars vorbei: es fährt nämlich ein Zug auf dieser Brücke hin und her (ganz im Hintergrund sieht man den) und man muss sich, damit der vorbei kann auf die am Bild ersichtlichen Plattformen stellen. Eine recht knappe Sache, denn es sind eigentlich normal viel mehr Touristen auf der Brücke, als man hier am Bild sieht und der Zug fuhr nur wenig mehr als vielleicht 20 Zentimeter vor mir vorbei *angstschrei*

Zur Geschichte:

Diese Brücke ist vermutlich jedem aus dem gleichnamigen Film bekannt ist. Aber das traurige an der Geschichte ist nicht der Film, sondern die Entstehung der dazugehörigen fast 450 km lange Bahnstrecke welche durch ihren Bau im zweiten Weltkrieg traurige Berühmtheit erlangt hat. Die Japaner haben diese Bahnstrecke in nur wenigen Monaten mit Hilfe von Kriegsgefangenen bauen lassen, wobei natürlich unzählige durch die Schinderei, den Hunger und die Anstrengung gestorben sind. Dazu gibt es ein Museumund Erinnerungsstätte am „Hellfire-Pass“. An diesem Teilstück haben die meisten Menschen ihr Leben gelassen, denn die Schneise, die ihr da seht musste erst gegraben werden.

 

und zwar mit diesen Werkzeugen: mit Hammer und Meisel wurden Löcher gegraben, darein Sprengstoff gesteckt und das gesprengte Materianlwurde mit dem "Bambusschuaferl" entfernt

 

Da wir ein Stück mit der „Todeseisenbahn“ gefahren sind und der Zug leider anderthalb Stunden Verspätung hatte, haben wir kaum Zeit für dieses Museum gehabt, es ist aber allemal einen Besuch wert.

Dann war der erste Tag abgeschlossen und wir wurden  zu einer kleinen Bootsanlegestelle gebracht, von wo uns ein Longtailboot zu unserem Hotel dem „Jungle Raft River Kwai“ brachte.

Ein unvorstellbarer Traum.

Das Hotel ist ganz auf Flößen gebaut. Auf jedem Floss sind vier Zimmer mit Dusche und WC, davor ein Gang und davor ein extra Floss mit zwei Liegen zum Sonnen. Dazwischen immer wieder Hängematten zum relaxen und Blumen, Blumen, Blumen....soooooooo schön

   

Aber das Tollste daran: die gesamte Anlage liegt mitten im Dschungel auf dem River Kwai, rund um nur Natur  und kein Strom. Das bedeutet zwar, dass man am Morgen nicht warm duschen kann (nojo, einmal is das ja kein Problem), aber dafür entschädigt abends die romantische Stimmung durch die vielen Petroleumlampen.

Mit nichts zu vergleichen.

      

Du kommst an, relaxt auf einer Liege mitten im Dschungel, kriegst ein tolles Abendessen, genießt deinen Cocktail bei Lämpchen in einer Hängematte....... (zensiert...)

     

 

Wenn man Glück hat sieht man am Morgen dann noch die Elefanten, die zum Baden kommen.

Morgenstimmung und da fährt man dann wieder über den Fluss mit einem Boot zurück. Toll wars...

Ich möchte mal sagen, das war für mich der absolut schönste Abend des gesamten Urlaubs.

Am nächsten Tag hatte es, na ja es war ja doch Winter und mitten im Dschungel, geile 7 Grad Celsius. Auf das waren wir nun bei obligatorischen 30 Grad in Thailand, nicht wirklich eingerichtet. Wir mussten also mit unserer leichten Bekleidung, aber in dieser fantastischen Stimmung, mit einem Longtailboot wieder zu unserer Anlegestelle zurück um die Rundreise fortzusetzen. Der Fahrer hat sich krumm gelacht, aber netterweise im Auto gleich die Heizung angedreht, damit uns wieder warm wurde, was aber nicht norwenidg war, denn ausserhalb des Dschungels hatte es ohnehin gleich wieder die üblichen wunderbar warmen Temperaturen.

Wir besichtigten am zweiten TagAyutthaya,die ehemalige Hauptstadt Thailands. Kern dieser Stadt war ein unvorstellbar großer Tempel und Palastanlage, von der nur Ruinen übriggeblieben sind, nachdem die Burmesen Mitte des 18. Jahrhunderts diese Stadt überfallen und geplündert haben.

        

Am Weg dahin kamen wir an irgendeinem unbekannten Tempel vorbei, aber da gerade Sonntag war und auch dort gerade die...na ja Messe heißt das ja bei denen nicht, also die Buddha-Feier (oder wie auch immer) war, hielten wir an und gingen hinein.

Ich sag euch: einfach toll. Leben, Treiben, Freude, Farben....und wir mitten drin und kein Mensch hat sich daran gestört, dass zwei gaffende, fotoschiessende Touristen herumstanden und wie die kleinen Kinder alles nachmachten, was die Thais vorzeigten: Buddha mit Blattgold bekleben, Glocken läuten lassen......wirklich beeindruckend.

   

Wir lernten da gleich mal ein wenig über den Buddhismus und seine entzückenden Bräuche kennen:

Hier z.B:

  

Es gibt für jeden Wochentag einen speziellen Buddha. Der Thai geht also her und wirft unter den Buddha seines Geburtstages 5 Baht ein. Daraufhin fangen die grünen Punkte im Kreis zu leuchten an bis es bei einer Zahl zwischen 1 und 38 endet. Der Thai liest nun die Zahl ab und geht dann zu der daneben liegenden Tafel

  

Hier nimmt er den unter der entsprechenden Zahl hängenden Zettel ab und ließt sein Horoskop für die kommende Woche. *süß*, oder? Das Gleiche funktioniert übrigens mit Stäbchen: In einem Köcher sind 38 Stäbchen und der Thai kniet am Boden vor einem Buddha und schüttelt den Köcher so lange, bis ein Stäbchen rausfällt. Die Zahl daran liest er ab und holt sich den entsprechenden Zettel.

Oder hier: auch das ist niedlich: Buddhistische Mönche dürfen keine Geldgeschenke annehmen. Nur Geld, das niemandem gehört dürfen sie behalten. Also stecken die Thais Geldscheine auf lange dünne Stöcke und diese wiederum in den Topf. Der Mönch darf dann kommen und ganz erstaunt tun „Jöööööö, schau ich hab Geld gefunden, das niemandem gehört“ *fg*

  

Eben: Andere Länder, andere Sitten

Die buddhistische Zeremonie spielt sich aber ansonsten überwiegend im Freien ab: da werden Opfergaben für den Buddha dargebracht

 

der Buddha des Geburtstages mit Blattgold beklebt. Hab ich auch gemacht und weil ich zu blöd war das Stückchen Blattgold mit Hilfe des Papiers an den Buddha zu kleben, hatte ich das Teil dann an den Finger und in Folge am ganzen Körper (vergoldete Dagi....hat was)

 

Beim Mittagessen in Ayutthaya hat uns unser Führer dann noch Thailändische Zuckerwatte kredenzt: Sieht etwas anders aus als unsere, wird in ein Reismehl-Crepe gewickelt und wie ein „Joint“ ge.... naaaaaaa gegessen, nicht geraucht. Schmeckt aber super.

    

Unweit von dieser Anlage befindet sich der Sommerpalast des derzeitigen Monarchen „King Bhumibol“. Dies ist eine wunderschöne Parkanlage in der sich etliche Gebäude in verschiedensten Baustilen: europäisch, chinesisch, asiatische etc. befinden.

    

Danach wieder ab ins Hotel wo wir uns eine „Original Thai-Massage“ gönnten.  (Na das war nicht beim Hotel, aber ich weiss nicht ob ich mich da hätte massieren lassen *fg*)

 

Die nächsten Tage waren ganz der Natur gewidmet (Ich steh nicht so extrem auf Kultur um ehrlich zu sein *fg*)

Begonnen haben wir mit einem Aufstieg zu einem – wie könnt es anders sein: Buddha.

 

Ca 500 Stiegen, aber nicht so schön glatt und regelmäßig, wie wir das von hier gewöhnt sind: neeeeeeeeeeeein, weit gefehlt: da waren hohe, niedrige, kurze........ na meine Waden hab ich drei Tage später noch gespürt. Aber ein sooooooooo ein schöner Ausblick

 

 

 Voller Stolz wies uns der Führer (der mit uns da rauf schnaufen musste *lööööööööl*) auf ein gelbes Feld hin (Gelb ist ja in Thailand die Farbe des Königs): Sonnenblumen. Aha und?? Na ja er erzählte voller Begeisterung wie man in Thailand zu Sonnenblumen kommt, was man damit machen kann etc... Ich hab ihm dabei mit Vokabeln ausgeholfen, bis er mich fragte warum ich denn das alles wisse. Öh..tja....also Sonnenblumen? Das ist in Europa Unkraut. Ah, da ging ihm ein Licht auf: deshalb teilen europäische Touristen seine Begeisterung für Sonnenblumen nicht *gröööööööööhl*. Wir konnten also schwerwiegend zur Völkerverständigung beitragen *stolzbin*

Danach ging’s in den Nationalpark: Khao Yai

  

Coool Urwald, aber dann...beim Näherkommen waren wir eigentlich mal enttäuscht...hm...sieht aus wie ein Wald und das soll Urwald sein? Aber wenn man dann da rein wandert, na seht selbst

           

 

Wir sahen tatsächlich nicht nur Affen auf der Straße (wenn es in der Dämmerung im Wald kühl wird kommen die Affen auf die Straße, weil der Asphalt warm ist),

sondern wir sahen auch Affen, die direkt über unseren Köpfen von Baum zu Baum sprangen. Ein überwältigendes Gefühl. Zum Glück sahen wir erst am nächsten Tag bei Abfahrt das Schild "Beware - Tigerzone"  Ups...ja tatsächlich um die 5 - 8 Tiger streifen dort herum.

Mittagessen kalt aus dem Plastiksackerl gab’s mitten im Dschungel.

 

Die Speisenzusammenstellung hatten wir zum Glück am Morgen unseren Führern überlassen, denn von dem was da an den Ständen beim Eingang brutzelte hätten wir nichts ausgewählt, aber es war dann doch soooooooo gut. (Bitte nur ja keinen Blick in die thailändischen Küchen werfen *fg*)

 

In diesen zwei Tagen sahen wir nicht nur Elefanten, Affen, jede Menge komische Käfer und Vögel sondern auch beeindruckende Wasserfälle, riesige Bäume und genossen von hohen Plateaus eine wahnsinnige Aussicht.

                    

 

Abends sind wir zu einer Fledermaushöhle gegangen aus der zur Dämmerung Millionen Fledermäuse strömten.

 

Es ist unglaublich. Diesen Strom an Fledermäusen wie hier auf dem Bild, haben wir eine halbe Stunde lang angesehen und er nahm und nahm kein Ende. Laut den Einheimischen sollen zwei Stunden lang ununterbrochen Fledermäuse aus der Höhle fliegen. Nicht vorstellbar.

Unterwegs dorthin sind wir an einer Mangoplantage vorbeigekommen.

So hängen die Früchte am Baum, der kaum höher als zwei Meter ist.

 

Und damit die eine schönere Farbe bekommen, werden Sie mit Papiersäckchen eingewickelt. (Sklavenschinderei)

 

Es folgte ein zweiter Tag im National Park und am späten Nachmittag des 4. Dezembers wurden wir dann von unserem Fahrer wieder in unserem Hotel in Bangkok abgeliefert und daraufhin gewiesen, dass der König am nächsten Tag 80. Geburtstag feiere und deshalb beim Grand Palace um 20 Uhr ein Riesenfeuerwerk zu sehen sei. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so machten wir uns auf den Weg. Beim Grand Palace ist nun eine ziemlich große Grünfläche und auf der fand Original Thailändischer Kirtag (für die Deutschen Fans = Kirmes *fg*) statt.

 

Auf mehreren Bühnen waren thailändische Vorführungen (Tänze, Musik etc..) zu sehen und zu hören, dazwischen jede Menge *Essen auf Rädern* junge und alte Leute die sich fröhlich dazwischen bewegten. Kurz gesagt: ein unfassbarer Trubel. Keineswegs zu vergleichen mit europäischen Kirtagen. Zu essen gab es das übliche: Fleisch mit Gemüse, Fisch etc. aber auch so Schmankerl wie: gegrillte Grillen, Maden, Käfer............und NEIN ich hab das nicht gekostet *kotz*

Ja irgendwie war das Feuerwerk aber dann um 21 Uhr auch noch nicht und der Trubel wurde immer ärger und Englisch verstand angeblich keiner und mir wurde dann langsam megamäßig zuviel und .....*schrei*.....*panik*......so haben wir uns dann auf den Heimweg machen wollen. Hahaha......

Die Thais haben kurzerhand aus der Hauptstraße eine Einbahn gemacht, so dass sich der gesamte Verkehr zum Grand Palace bewegte und nicht in die andere Richtung (sprich: nicht zu unserem Hotel), wobei bewegt schon ein sehr gewagter Ausdruck war für das, was sich da abgespielt hat. Megastau auf der Tauernautobahn ist ein Schmonzes dagegen und so kam es, dass plötzlich kein Taxifahrer mehr wissen wollte, wo denn unser Hotel sei und wir trabten eine ganze Stunde alleine durch Bangkok, bis sich schließlich ein Tuc-Tuc-Fahrer erbarmte und uns heimbrachte. Im offenen Tuc-Tuc, in der Luft von Bangkok.....ein Erlebnis, das man machen muss (8 Jahre Nichtrauchen waren – aus Sicht meiner Lunge - sicher umsonst *gg*)

Tags darauf mussten wir uns dann von Bangkok verabschieden und es ging zum Erholungs- und Strandurlaub nach Phuket ins wunderschöne Hotel „Katha-Thani“

      

Ja da gibt es nicht viel zu erzählen: Uns traf der Kulturschock wie eine Keule im Mittelalter: Statt Ruhe ausstrahlenden Thais trafen wir nun – obwohl wir uns ein 5-Sterne-Hotel ausgesucht hatten - auf Liegen-reservierende-verfressene-Badeschlapfen-Touristen. Am liebsten wäre ich sofort wieder in den Flieger nach Bangkok zurück. Aber das geht eben nicht und nach zwei Tagen haben wir uns auch daran gewöhnt (zähneknirschend: ich verstehs einfach nicht, wie jemand hunderte Euros für einen Urlaub nach Thailand ausgeben kann und dann dort zu neidig ist, 2 Euro für ein halbes Kilo mundgerecht vorgeschnittenes Obst am Strand zu bezahlen und deshalb beim Frühstück tonnenweise Essen einsteckt).

Aber mit dem schönen, ruhigen Zimmer, dem traumhaften Strand und der für mich doch spannenden Unterwasserwelt waren wir dann rasch versöhnt.

  

In Phuket haben wir außer relaxen auch nicht allzu viel unternommen. Einen Ausflug auf die berühmten Phi-Phi-Island haben wir mit einem Speedboot (das "speed" ist an Franz ganz gut zu sehen *fg*)

unternommen: wunderschöne Inseln (aus Sandstein, deshalb ist das Meer auch so grün) mit Schnorchelmöglichkeit und Station auf mehreren wirklich total weißen Sandstränden.

 

Auch auf „Maja-Beach“ waren wir. Da wurde der Film „The Beach“ gedreht.

  

Und an einer „Höhle“ mit Schwalbennestern sind wir vorbei gekommen. An den Stangen aus Bambus klettern die Einheimischen empor um die Schwalbennester runter zuholen, denn die können Sie teuer verkaufen. Aus der Spuke der Schwalben machen die Asiaten nämlich eine Suppe Mahlzeit !!

  

Abends haben wir uns immer mit dem Taxi woanders hinführen lassen um zu bummeln, zu shoppen und Cocktails zu schlürfen

    

.....die Mai-Tais sind uuuuuuuurgut *hicks*. Schilder mit „Beware, drunken People crossing“ gibt’s dort wirklich.

Drei Hochzeiten haben wir am Strand bzw. in der Anlage miterlebt. War auch nett, am Schluss kommt sogar eine Baby-Elefant und macht einen Knicks vor der Braut.

 

Und das ganze wurde abgerundet mit tollen Sonnenuntergängen am Strand

 

Alles in allem ein Traumurlaub und wir sind sicher: das war nicht der letzte Trip dahin

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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