KALABRIEN   

 

Mitte August 2004 sind wir wiedermal abends müde im Bett gelegen und haben uns durch die diversen Fernsehsender gezappt. Hängen geblieben sind wir bei Sonnenklar-TV, wo gerade ein Bericht über Kalabrien gebracht wurde.

 

Tja das wars dann: augenblicklich haben wir beschlossen: DA MÜSSEN WIR HIN (aber ohne Kiddies, versteht sich*gg*)

Tja der ideale Zeitpunkt war auch schnell beschlossen, also ab ins Reisebüro und wir wollen genau das Hotel, das da vorgestellt wurde.

Da begannen dann die Probleme, weil das Hotel war einfach ausgebucht und zwar bis Ende des Jahres. Lange Gesichter auf unserer Seite. Einen Prospekt über Kalabrien bekamen wir in die Hand gedrückt und – wild entschlossen da was zu finden – sind wir heimgetrabt.

 

Einige Tage haben wir da so rum geblättert. War nicht easy, da was zu finden, denn Kalabrien ist der südlichste Teil Italiens (also quasi die Fußspitze) und recht gebirgig. Es gibt keine langen Sandstrände, aber viele Felsen. Dem entsprechend sind die meisten Hotels auch nicht direKt am Meer gelegen und verfügen entweder über Treppen und Aufzüge zum Meer oder einen Shuttletransfer zu den Stränden.

Naja speziell der Shuttle-Transfer hat es uns so überhaupt nicht angetan. Wir wollten ein Hotel direkt am Meer. Mitten im Leben (sprich: in der Nähe einer zumindestens kleineren Örtlichkeit) sollte es auch sein. Schließendlich hatten wir drei Hotels zur Auswahl und eine allerletzte Möglichkeit, sozusagen die Notreserve. Dies deshalb, weil das Hotel zwar laut Prospekt direkt am Strand, aber dafür  in der absoluten Einöde liegt.

 

Tja was brauch ich noch sagen: Alles ausgebucht, bloss die Notreserve nicht *gg* Na gut, dann eben in die Notreserve ins „Villagio il Gabbiano“. Allerdings mussten wir feststellen, dass wir gar nicht besser hätten treffen können. Eine traumhafte Vegetation innerhalb der Anlage, direkt am Sandstrand, furchtbar nettes Personal und ein wirklich hervorragendes Essen. Samstag 2.Oktober gings dann los. Wir hatten tolle Flüge. Hinflug um knapp nach 6 Uhr morgens und um 10 Uhr waren wir bei traumhaft 25 Grad schon im Hotel *freu*.

Zimmer war zwar noch nicht frei, aber wir haben es genossen dem grauslichen Herbst bei uns zu entkommen Haben die – kleine aber wunderschöne Anlage

 

 

mit all ihren 3 oder 4 Meter hohen Bananenstauden (hier eine Bananenblüte),

 

Zitronenbäumen, Feigenbäumen etc

 

und den in verschiedenen Farben vorkommenden Bougainvilleen (schreibt man das so???)

   

 

und sonstigen Blumen erkundet und  um 12 Uhr lagen wir dann auch schon im Badegewand am Strand.

 

Das Meer war so was von ruhig und klar, so was hatten wir noch nie gesehen. Da die Wassertemperatur auch im Oktober noch angenehm war (so an die 22 Grad) sind wir herumgetümpelt und haben die Fischlein beobachtet. Franz hat sogar mal  einen kleinen Tintenfisch gesichtet. Der hat sich allerdings bei seinem Anblick vor Schreck hinter einem Stein versteckt *gg*

 

Die Tatsache, dass die Anlage faktisch fernab jeglicher Zivilisation liegt war keineswegs störend, denn man konnte sich  jederzeit mit dem Shuttlebus  nach Tropea, die nächst gelegen kleine “Stadt“ bringen lassen, was wir auch gleich zu Beginn unseres Urlaubs gemacht haben. Tropea liegt direkt am Meer in Felsen gebaut.

 

 

Direkt gegenüber von Tropea liegt auf einem weiteren Felsen die Kirche „Madonna dell`Isola“ eine – wie wir hörten – sehr beliebte „Hochzeitskirche“, was ich mir auch wirklich sehr gut vorstellen kann.

 

 

Naja es war Oktober und dementsprechend war das Wetter dann doch nicht sooooo stabil. Dafür wurden wir mit raaaaaaaaasend schönen Sonnenuntergängen belohnt:

 

Montags kam ein leichter Wind auf und Dienstag und Mittwochs war es dann bedeckt, ein wenig verregnet und bloss noch 15 Grad. Also haben wir über die Rezeption ein Auto gemietet (das funzt ja in der Nebensaison superschnell) und haben ein wenig die Gegend erkundet.

Über die Küstenstraße Richtung Sizilien und dann quer durchs Gebirge (nicht lachen, das ist wirklich ein Gebirge, sogar mit Schigebiet ) auf die andere Seite der Küste. Dabei haben wir uns auf Anraten eines Hotelangestellten den verträumten Ort „Gerace“ angesehen. Ein Dörfchen, wie man hier sehen kann, vollkommen in Felsen hineingebaut. 

 

Enge Gässchen, alte Häuser und natürlich um die Zeit kaum Touristen sondern fast nur Einheimische. Gelacht haben wir, weil die Gassen so eng waren, dass man vor vorbeifahrenden Autos auf die Seite – vorzugsweise in einen Hauseingang, springen musste.

Weniger gelacht haben wir allerdings, als wir – zurück beim Auto – gemerkt haben, dass der Einzige Weg zurück auf die Bergstraße durch den Ort führt *löööööööl* Also aufgepasst, Spiegel eingeklappt und durch. War ein Erlebnis der besonderen Art.

 

Mittwoch sind wir dann mit dem gemieteten Auto bis zur Straße von Messina gefahren und haben die tolle Landschaft genossen. Vorbei an „Scilla“,

 

einem kleinen alten Dorf, das zur Gänze in die Felsen hineingebaut ist, dementsprechend bestehen sehr sehr viele Straßen nur aus Stiegen oder sind entsprechend steil.

 

Danach einen Abstecher in Reggio di Calabria (eine der vier großen Städte Kalabriens). Zum Glück hat es dort zu regnen aufgehört, so dass wir ein wenig spazieren gehen, fotografieren und filmen konnten.

  

 

Von Reggio kann man mit dem Schiff auf die Insel Sizilien, nach Messina übersetzen, was wir auch bei unserer zweiten Reise nach Kalabrien im Oktober 2005  getan haben. Mit einem riesigen Schiff, auf das man mit Auto oder Reisebus auffährt, fährt man ca 15 Minuten bis nach Messina.

 

 

Messina hat uns jetzt nicht besonders gut gefallen, sieht alles eher schmutzig aus, aber es hat einen wunderschönen Dom mit einem herrlichen Glockenturm, an dem sich um 12 Uhr Mittag diverse Monde und sonstige Figuren bewegen, ein Hahn kräht und Glockenmusik ertönt. Das Spektakel haben wir leider nicht miterlebt, aber es ist sicher sehens- und hörenswert.

 

Von Messina geht’s dann in einer zirka einstündigen Fahrt in den Touristenort Taormina,

von wo aus man den Ätna bewundern kann, sofern er nicht, wie so oft, seine beschneite Spitze in Nebelschwaden hüllt (was er leider bei uns auch gemacht hat)

 

Donnerstag haben wir dann bei – zum Glück – wieder sehr schönem Wetter einen Schiffsausflug zu den Äolischen Inseln unternommen, ein Ausflug den ich jedem nur wärmsten empfehlen kann. Diese Inselgruppe besteht aus 7 Vulkaninseln: Vulcano, Lipari, Stromboli, Panarea,  Salea, Alicudi und Filicudi. Wer mehr darüber wissen will, kann das hier nach lesen.

 

Lipari und Stromboli haben wir im Rahmen des Ausflugprogramms auch besucht.

Hier Bilder von Lipari

 

 

Faszinierend fanden wir den tiefschwarzen Strand auf Stromboli und die Tatsache, dass die Einwohner trotz der unmittelbaren Nähe zu einem Vulkan der unentwegt tätig ist und alle 20 Minuten kleine Eruptionen hat, trotzdem nicht von der Insel weggehen. Allerdings wird es verständlich, wenn man durch das kleine Dorf spaziert und die wunderschönen - vorwiegend im griechischen (blau/weiß) Stil gehaltenen Häuser sieht:

 

Toll fanden wir auch am Strand die vielen angeschwemmten Tiere, wie hier z.B. Seeigeln und sogar einen kleinen Seestern.

 

 

 

Lipari hat wieder einmal durch seine kleinen Gassen und die dort typische Architektur bestochen.

 

Auch hier lohnt es sich um 12 Uhr am Hafen zu sein, denn die dortige Kirche läutet nicht nur einfach, sonder ihre Glocken spielen ein hübsches Lied.

 

Bei unserem zweiten Aufenthalt haben wir uns dann an einem trüben Tag (man kann im Oktober eben nicht mehr täglich 30 Grad und Sonne erwarten) haben wir uns in den Bummelzug gesetzt und sind nach Pizzo gefahren. Pizzo ist bekannt für sein Eis, denn dort wurde das „Tartuffo“ (gefüllte Eiskugeln und wirklich ganz lecker) erfunden.

 

Zugfahren ist zum empfehlen, da wirklich sehr preisgünstig, als Tourist ist es auch nicht wirklich notwendig ein Ticket zu lösen, zumal es die nicht einfach am Bahnhof zu kaufen gibt sondern was weiß ich wo. Wir haben uns einfach in den Zug gesetzt und abgewartet. Bei der Hinfahrt kam niemand. Bei der Rückfahrt war dann ein Schaffner, dem wir gesagt haben, wohin wir fahren und der uns dann ein – handgeschriebenes *löl* - Ticket um kapp 5 Euro (für zwei Personen) verkaufte. Für eine fast einstündige Fahrt entlang der traumhaft schönen Küste immer mit Blick aufs mehr, ist das doch ein Diskont, oder?

Im Oktober letzten Jahres konnten wir dann auch sehen wie Oliven geerntet werden. Jeder der einen Garten besitzt, weiss wie mühsam Kirschen-Ernte ist (die kleinen Dinger pflücken *ächz*) Die Italiener haben sich da bei den Oliven was einfallen lassen: Vor der Ernte werden unter sämtliche Bäume feine Netze aufgelegt und dahin fallen die Oliven. So sieht das dann aus:

 

Freitag gab es dann einen weiteren wunderschönen Tag bei 30 Grad am Strand und Samstag Mittag mussten wir diesen wunderschönen Ort leider verlassen.

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Farbe gold Größe 4



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